Aktion Benjamin

Projekt Nr. 7

Eingereicht von Herrn Dr. Thomas Krohn

Ärztlicher Leiter der Unfallchirurgie/Orthopädie, St. Franziskus-Hospital Ahlen

Kinder sind unser höchstes Gut. Für sie tun wir alles und ihr Wohlbefinden liegt uns sehr am Herzen.
Ein krankes oder verletztes Kind bedeutet für die Eltern eine große seelische Belastung. In Ländern, in denen medizinische Hilfe nicht so organisiert ist wie in Deutschland, liegt oft die gesamte Last in den Händen der Eltern. In weniger entwickelten Ländern fehlt jedoch die Möglichkeit, Kindern angemessen zu helfen. Da gibt es zu wenig Medikamente, Kinderärzte und Chirurgen und oft müssen die Eltern die gesamte Behandlung selbst bezahlen. Und was geschieht, wenn sie dies nicht aufbringen können?

Zur Entstehung
Seit über 25 Jahren engagieren wir uns für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Die Aktion Benjamin ist eine freiwillige Aktion. Sie entstand 1992, als der damalige Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Gotthard Friedrich, die medizinische Betreuung von Kindern aus dem Katastrophengebiet von Tschernobyl, die auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Ahlen hier Urlaubstage verbrachten, übernahm. Die katholischen Kirchengemeinden unterstützen die Idee, diese Aktion für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, die im St. Franziskus-Hospital medizinisch versorgt werden, auf eine breitere Basis zu stellen. Damals nannten wir das „Ökumenische Aktion für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten“; da dieser Name aber zu lang war, nennen wir seit einigen Jahren das Projekt „Aktion Benjamin“ – nach dem jüngsten der zwölf Söhne Jakobs.


Man kam überein, Spenden für die Behandlung kranker Kinder zu sammeln, die von der Zentralrendantur des Dekanates Ahlen verwaltet werden. Die Behandlungskosten der Kinder werden aus diesem „Spendentopf“ beglichen. Er wird gespeist durch Einzelspenden, Kollekten in den Kirchen, Aktionen von Schülerinnen und Schülern verschiedener Ahlener Schulen, Vereinen, usw. Auch in der Presse wird immer wieder über die „Benjamin“-Kinder im Ahlener Krankenhaus berichtet.

Woher kommen die Kinder?
Die zu behandelnden Kinder kommen aus den Kriegs- und Krisengebieten der Erde. Da sie in ihren Ländern nicht entsprechend medizinisch versorgt werden können, wird durch Ärzte- und Pflegeteams vor Ort eine Behandlung in Deutschland vorgeschlagen. Meist durch Vermittlung des „Friedensdorf International e.V.“ in Oberhausen kommen die Kinder dann in unser Haus und werden hier behandelt.
Der stationäre Aufenthalt wird jeweils so kurz wie möglich gehalten, um Kosten zu sparen. Dabei kommt uns das Ahlener St. Franziskus-Hospital sehr entgegen. Auch die gute Kooperation mit dem Friedensdorf Oberhausen, in dem die Kinder mit anderen aus ihren Heimatländern untergebracht sind, ist zu erwähnen. Von dort kommen die Anfragen an uns und das Friedensdorf hat die Verantwortung für die Kinder während des Aufenthaltes in Deutschland. Wir haben in den 90er Jahren auch viele Kinder aus Afghanistan behandelt; seit einiger Zeit kommen die meisten aus Angola zu uns.

Das Friedensdorf Oberhausen fliegt mehrmals jährlich Kriegs- und Krisenregionen in Afrika und Asien an, untersucht die Kinder und nimmt jeweils etwa 200 bis 300 Kinder mit nach Oberhausen, für die in ihrem Land keine Hilfe möglich ist.

Es ist uns ein Anliegen, diese Kinder kompetent zu behandeln aber auch psychosozial zu betreuen.
So konnten wir auch im Jahr 2019 zwei Kindern helfen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage: https://www.sfh-ahlen.de.aktion-Benjamin

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