Eat to fight your disease

Projekt Nr. 16

Eingereicht von Frau Verena Brekle

Gründungsmitglied und Vereinsvorstand von Eat to fight your disease e. V.

Im Krankenhaus verhungern? Für uns unvorstellbar – in Ruanda alltäglich!  Eat to fight your disease e. V. unterstützt Patienten, die an Hunger zu sterben drohen.

Verena Brekle arbeitete 2014 mit drei Mitstudenten im Rahmen ihres Medizinstudiums in der Chirurgie in Butare, Ruanda. Dort fiel Ihnen auf, dass zwar eine medizinische Versorgung der Patienten stattfindet, die Ernährung der Patienten jedoch den Angehörigen überlassen wird. Können diese die Lebensmittelversorgung nicht übernehmen, was aufgrund von Armut, HIV oder den Folgen des Genozids (Völkermord) häufig ist, verhungern die Patienten im Krankenhaus. Dies war ein Umstand, der nur sehr schwer zu ertragen war. Die vier Studenten beschlossen, gemeinsam mit der Unterstützung von Spendern und Freiwilligen, etwas dagegen zu tun und gründeten den gemeinnützigen Verein „Eat to fight your disease e. V.“! Zu Beginn wurde im persönlichen Umfeld Geld gesammelt und damit die mangelernährtesten Patienten der Chirurgie versorgt. Aber der Bedarf, auch auf den anderen Stationen des Krankenhauses, war weit größer. Nachdem den Patienten initial Essen aus der Krankenhausküche gekauft wurde, war es uns wichtig, Nachhaltigkeit und eine von dem Verein unabhängige Versorgung herzustellen und zu sichern. Gemeinsam mit der amerikanischen Organisation KU wurden eigene Felder gekauft, Bewässerungsanlagen gebaut und Personal eingestellt. Heute sorgt ein Team aus Ärzten, Pflegern, Public Health Experten, Sozialarbeitern, Farmern und Köchen dafür, dass - je nach Jahreszeit - 40 - 60 % der Nahrung von den 125 am schwersten unterernährten Patienten des Krankenhauses durch unseren eigenen Anbau gedeckt werden kann. Außerdem gibt es Schulungsprogramme für Patienten und Angehörige, um eine gesunde Ernährung auch nach Entlassung aus dem Krankenhaus zu gewährleisten. Zudem sind Medizinstudenten regelmäßig vor Ort, um die Entwicklung des Projekts zu verfolgen und weiter auszubauen.

www.etfyd.eu

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