West-Gonja-Hospital

Projekt Nr. 10

Eingereicht von Herrn Dr. Thomas Wentzler

Arbeitskreis Damongo am UKM MHS

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ organisiert der Arbeitskreis jedes Jahr eine Delegationsreise nach Damongo, um während eines 14-tägigen Aufenthaltes konkrete Hilfsprojekte durchzuführen oder zu begleiten. Die in Steinfurt gesammelten Spendengelder sollen unmittelbar und ohne Umwege in die Infrastruktur des West-Gonja-Hospitals investiert werden.

Die Mitarbeiter bringen während der Besuche in Damongo immer auch ihr Know-how aus dem Bereich Pflege und Medizin mit ein. Sie arbeiten zum Beispiel in der Ambulanz des Krankenhauses mit und können den Pflegekräften wertvolle Tipps in der Versorgung der Patienten geben.

Mit den Spendengeldern wird insbesondere die Infrastruktur des Hospitals verbessert. Hier eine Auswahl der Projekte:
• Vielfältige Sachspenden (von Verbrauchsmaterialien über PC‘s bis hin zu elektr. Ersatzteilen )
• Anschaffung von Matratzen und Schonbezügen für die Patientenbetten der Kinderstation
• Bau einer Unterkunft für Mitarbeiter
• Verbesserung der Hygiene durch Bau eines Toilettenhauses
• Renovierung der Dächer verschiedener Patientenhäuser
• Verbesserungen im Labor, der Wäscherei, dem Archiv
• Schulung des Personals
• Neuorganisation der Abläufe im Operationssaal

Das West-Gonja-Hospital ist in den 1950er Jahren, kurz vor dem Ende der Kolonialzeit von den Engländern errichtet worden. Es ist das einzige Krankenhaus, das in einem Radius von 130km in der Nothern Province, der ärmsten Provinz in Ghana arbeitet. Es dient 150.000 Menschen als Anlaufstelle. Das Krankenhaus verfügt über sechs Stationen mit insgesamt 150 Betten. Es gibt eine Ambulanz und einen Operationssaal, in dem an zwei Wochentagen planmäßig operiert wird (sonst nur Not-OP’s). Zum Krankenhaus gehören darüber hinaus verschiedene technische Einheiten (Labor, Röntgen, Apotheke und Blutbank). 147 Personen sind beim Krankenhaus angestellt, darunter drei Ärzte und drei medizinische Assistenten. In die Ambulanz kommen täglich ca. 70 Personen. Dafür nehmen sie zum Teil sehr weite und beschwerliche Anreisen in Kauf.

Zwei ghanaische Ärzte stehen für die Betreuung der Patienten zur Verfügung. Stationär werden jährlich mehr als 3.500 Menschen aufgenommen. Zu den 10 häufigsten Behandlungsfeldern gehören: Malaria, Anämie (Blutarmut), Leistenbrüche, Durchfallerkrankungen, Lungenentzündung, Typhus, Hepatitis, Darmwürmer und Hautgeschwüre.

Am UKM Marienhospital Steinfurt besteht ein Arbeitskreis, der das Sammeln von Spenden koordiniert und die Entwicklung von Projekten für eine Unterstützung des West Gonja Hospitals in Damongo/Ghana vorantreibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren Flohmarktstände und Tombolas. Sie bemühen sich um Geldspenden. Die Erlöse belaufen sich mittlerweile auf über 87.000 Euro, die dem Krankenhaus in Ghana unmittelbar zu Gute kommen.

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