Naume Kinderstiftung Norduganda

Projekt Nr. 24

Eingereicht von Herrn Dr. Paul Okot-Opiro

Gründer der Naume Kinderstiftung

Die etwas andere Schule! Moderne Internatsschule mit Ambulanz und Krankenstation in der Savanne Nordugandas Neben den Schulstipendien war es mein großer Wunsch eine eigene Internatsschule zu bauen, in der „Alles anders sein sollte“ als in der Vergangenheit. Diese Region im Norden des Landes hat so viel Schreckliches und Grausames durch den Bürgerkrieg und die Zeit der Kindersoldaten erlebt. Dem Trauma ein Ende setzen. Auch Afrika hat etwas „Neues und Schönes“ verdient. Sie sollten nicht wieder, wie überall in Afrika, in dunklen Baracken, auf alten wackeligen Stuhlen, mit Tischen, die schon keine Tische mehr sind, lernen. Nein, wer in die Zukunft investieren will, und diese Kinder sind unsere Zukunft, muss umdenken und neu beginnen. Warum sollen diese Kinder nicht wie in anderen Ländern in hellen und freundlichen Klassenzimmern mit viel Licht und Farbe, sitzen dürfen? An Stühlen die höhenverstellbar sind und Tischen, an denen nicht ständig die Bücher und Stifte herunterrutschen.

Auch nach der Schule sollen sie Tennisspielen lernen dürfen, am Fußballtraining teilnehmen können und Basketball trainieren. Ebenfalls werden sie die Möglichkeit erhalten ein Musikinstrument zu erlernen, Gesangsunterricht zu bekommen und sich im künstlerischen Bereich mit Design, Skulpturen, traditioneller und moderner Kunst zu beschäftigen. Ich möchte die unterdrückte und brachliegende Kreativität, das afrikanische Potential in diesen Kindern wieder an die Oberfläche bringen und fördern. Diese Kinder tragen die „Sonne Afrikas“ in ihren Herzen und dies darf nicht länger im Verborgenen bleiben. Deshalb ist die Schule modern und hell, offen und einladend mit Naturmaterialien und einem nachhaltigen Konzept entworfen und geplant von einem international tätigen afrikanischen Architekten aus Burkina Faso.

Durch die jetzt schon vorhandenen Werkstätten können die Kinder nach dem Schulabschluss hier direkt im Anschluss auch einen handwerklichen Beruf (z.B. Schreiner, Schlosser, usw.) erlernen.

Kurze Zusammenstellung und Überblick der Stiftungsarbeit:

  • Finanzierung von Schulstipendien für notleidende Kinder in sehr guten Internatsschulen
  • Plan zum Bau einer modernen und nachhaltigen stiftungseigenen Internatsschule für 700 Kinder
  • 2010-2015 Bau des technischen Bereichs mit Werkstätten (Schreinerei, Schlosserei, Produktionshallen für Blocksteine usw.)
  • Erwerb einer Anbaufläche für Landwirtschaft zur Versorgung des Internats
  • 2018 Erstellung des Masterplans durch Prof. F. Kéré sowie der Ausarbeitungspläne
  • 2018 Beginn der Bauarbeiten für die stiftungseigene Internatsschule
  • 2020 Fertigstellung des ersten Gebäudekomplexes für die Primary School, Beginn der Bauarbeiten für die Mensa mit Atrium und das Verwaltungsgebäude mit Krankenstation
  • Mir liegt der Bau der Krankenstation für diese Internatsschule besonders am Herzen, denn außer der

Bildungsmöglichkeiten, ist die medizinische Versorgung im Norden des Landes katastrophal. Hierunter leiden vor allem die Kinder. Ich möchte, dass die Kinder die unsere Internatsschule besuchen medizinisch gut betreut und versorgt werden. Hierfür wird ein Ambulanzzentrum mit Krankenstation (ca. 10 Betten) gebaut. Somit haben wir dann die Möglichkeit sowohl eine Basisdiagnostik (Labor, EKG, Ultraschall usw.) als auch kleine chirurgische Eingriffe sowie Wundversorgungen usw. direkt vor Ort durchzuführen.

www.naume-kinderstiftung.de

Meine Stiftungsarbeit

Die Naume Kinderstiftung wurde 2006 von mir gegründet. Hintergrund für die Idee ist meine eigene Lebensgeschichte. Ich bin selbst ein Waisenkind. Während des Bürgerkrieges erhielt ich die Möglichkeit nach Deutschland zu flüchten. Es war meine Chance zum Überleben. Mit viel Optimismus und immer die „Sonne Afrikas“ im Herzen habe ich es geschafft, meinen Traum vom Medizinstudium zu erfüllen. Das was mir ermöglicht wurde, möchte ich gerne auch den Kindern in meinem Internat teilen.