Medizinische Flüchtlingshilfe für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz

Projekt Nr. 21

Eingereicht von Frau Jutta Scholz

Mitglied im Projekt

Viele Geflüchtete erhalten medizinisch nur eine Notfallversorgung oder fallen ganz aus der Versorgung heraus.

Um diesen Menschen einen angst- und barrierefreien Zugang zum Gesundheitswesen zu ermöglichen, haben sich in über 30 Städten in Deutschland unentgeltlich tätige Organisationen gegründet.

Das MediNetz Bielefeld gibt es seit 2008. Wir sind für Menschen ohne Krankenversicherungen bzw. Papiere in medizinischen Notlagen ansprechbar. In diesen Fällen vermitteln wir an Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen. Dabei arbeiten wir zusammen mit den Kirchen, Obdachloseneinrichtungen, Bethel, dem Gesundheitsamt und vielen weiteren Anlaufstellen. Pro Jahr können wir so circa 100 Menschen zu ihrem Recht auf Behandlung verhelfen.

Über die konkrete Vermittlung hinaus engagieren wir uns gesundheits- und flüchtlingspolitisch in Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe und sind bundespolitisch mit den anderen MediNetzen vernetzt und aktiv.

Unser Team besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, wissenschaftlichen Mitgliedern der Universität Bielefeld sowie Angehörigen weiterer Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen. Der größte Teil der medizinischen Behandlungen erfolgt unentgeltlich. Für Impfungen von Kindern, Medikamente, Laborkosten und kleinere Operationen sind wir dagegen auf Spenden angewiesen.

Ein Beispiel: Immer wieder begleiten wir Schwangere ohne gesicherten Krankenversicherungsschutz. Ab dem Mutterschutz können die meisten Frauen einen solchen erhalten. Doch auch bis dahin sind monatliche Untersuchungen erforderlich, und diese übernehmen wir.