Unterstützung der ambulanten palliativen Betreuung HER, WAN, CAS

Projekt Nr. 5

Eingereicht von Herrn Anton Preissig

Vereinsvorsitzender Vielfalt e.V., Niedergelassener Haus- und Palliativarzt in Herne, Ehrenamtlicher ambulanter palliativer Betreuer

Die Region Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel weist ein überdurchschnittliches Lebensalter der Wohnbevölkerung auf. Im Zuge des Strukturwandels wandern die Jüngeren ab, die Älteren bleiben. Viele Menschen vor Ort leben am finanziellen Existenzminimum, die Arbeitslosenquote in der Region ist sehr hoch. Die finanziellen Mittel reichen häufig selbst für eigentliche „Selbstverständlichkeiten“ kaum aus – an „Extras“ ist überhaupt nicht zu denken.

Für die ambulante palliative Betreuung Sterbender und deren Angehörigen führt diese besondere Situation in dieser Region zu erheblichen Konsequenzen: die Zahl der palliativen Betreuungen aufgrund der vielen älteren Menschen steigt, häufig ist keine auffangende Familie vor Ort, die in diesem Kontext Aufgaben übernehmen könnte, die finanziellen Spielräume sind sehr eng, besonders viele palliative Begleitungen werden in Altenheimen durchgeführt.

Hospiz und Palliativstationen haben in der Versorgung Sterbender eine sehr wichtige Leuchtturmfunktion. Sie zeigen auf, wie eine gute Betreuung erfolgen kann. Aber diese Vorbildfunktion kann nicht darüber hinweg täuschen, dass mehr als 90% der Menschen außerhalb dieser Einrichtungen versterben; und hiervon der größte Anteil im häuslichen Umfeld, also zu Hause oder im Altenheim.

Der Verein Vielfalt e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Betreuung im häuslichen Umfeld zu verbessern. Das Sterben dort soll erleichtert und verbessert werden, insbesondere durch: Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit, Unterstützung der kompetenten Beratung für Betroffene, Angehörige, aber auch professionell Tätige, Förderung der Fort- und Weiterbildung sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die ambulante palliative Betreuung.

„Sollten wir die Förderung durch die PVS Westfalen-Nord erhalten, werden die Menschen in unserer Region sofort davon profitieren.“, so Anton Preissig, Vereinsvorsitzender Vielfalt e.V.. 

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